ePass - der neue biometrische Reisepass
6. Fazit
Unerwähnt bleibt die von Mitarbeitern des BSI durchgeführte Studie,
die zeigt, dass das passive Mitlesen einer Kommunikation bis zu ei-
nem Abstand von 2 Metern ohne weiteres möglich ist.
Insgesamt bestehen kaum Zweifel, dass der ePass langfristig wir-
kungsvoll gegen Passfälschungen und Identitätsmissbrauch sein
wird. Die Art der Einführung und Teile der technischen Umsetzung
werden in der Öffentlichkeit jedoch zu Recht kritisiert. Dennoch ist
keinesfalls mit einem Hi-Tech-Desaster in der Tradition der Auto-
bahn-Maut zu rechnen, wie es der Chaos Computer Club befürchtet
[CCC 2005b]. So wird im Gegensatz zur Maut der ePass sukzessive
eingeführt. Ab 1. November 2005 werden ePässe ausgestellt. Die
Ausstattung der Grenzübergänge mit entsprechenden Kontrollsyste-
men beginnt allerdings erst Anfang 2006 und wird bis 2008 andauern
(vgl. Kapitel 3.2). Das bedeutet, anfängliche Fehler im System wer-
den nur wenige Reisende betreffen und die zuständigen Stellen kön-
nen entsprechend reagieren.